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Meine Gastfamilie und ich

Autor: Jannes | Datum: 31 Oktober 2014, 08:40 | 2 Kommentare

Wie vielleicht der eine oder andere schon gelesen hat, lebe ich für die ersten zwei Monate in einer Gastfamilie. Diese besteht aus Ibu Paini, meiner Gastmutter, Bapak Bowo, meinem Gastvater und Onest, meinem Gastbruder.

Ich fühle mich hier gut aufgehoben, und sie sorgen sich wirklich gut um mich. Bei jeder Möglichkeit versuchen sie, mir Indonesisch beizubringen, was sehr langsam auch fruchtet. Ich verstehe schon einiges, aber ich kann mich noch nicht wirklich ausdrücken. Also muss leider noch des  öfteren mein Englisch herhalten.Ich koche gerne mit meiner Gastmutter zusammen, und sie zeigt mir, wie sie in Indonesien kochen. Dabei erzähle ich ihr von deutschen Gerichten. Nächste Woche will ich mal Bratkartofeln mit Speckwürfeln machen. Das Problem, das Wort Speckwürfel scheint es auf Indonesisch nicht zu geben, zumindest habe ich nichts gefunden. Nach verschiedenen Wortbasteleien haben wir jedoch beide verstanden, was wir meinten, und sie will mal schauen, ob es so etwas gibt.Nach einigen indonesischen Gerichten, wie "Nasi goreng" (gebratener Reis) oder anderen Spezialitäten, durfte ich gestern mal selber werkeln und habe ganz kompliziert Pommes gemacht. Die sind hier aber ziemlich unbekannt. Aus verschieden Gewürzen habe ich mir Pommesgewürz gemacht. Es kam einfach so gut an, dass nach kurzer Zeit alles leergegessen war.Meistens gibt es aber traditionelle Küche. Das heißt eigentlich immer Reis mit irgendwelchen Beilagen, ob Tofu, Huhn oder Fisch, es ist alles dabei.Eine Besonderheit (zu meinem Glück) ist, das es hier morgens Cornflakes mit Milch gibt, eine wirkliche Ausnahme in Indonesien. Eigentlich wäre auch morgens Reis vorgesehen.


Vom Essen noch einmal zum Familienleben. Allem in allem ist es ziemlich unkompliziert. Meine Gasteltern sind ziemlich nett, und man kann sich gut (auf welcher Sprache auch immer) unterhalten. Mit meinem Gastbruder und seinen Freunden spiele ich häufig Fußball im Innenhof, was ein Riesenspaß macht. Er meinte schon, ich solle das ganze Jahr bei ihnen wohnen bleiben, mal schauen, ob das klappt. Ich hätte nichts dagegen.
Ich kann stolz sagen, dass ich in der Familie angekommen bin. Langsam entstehen auch Kontakte außerhalb des Kreises, da ich nun immer mehr Leute in meinem Alter kennenlerne.

Ich denke es wird ein schönen Jahr.

Gruß Jannes

 

Die erste Woche

Autor: Jannes | Datum: 24 Oktober 2014, 15:37 | 0 Kommentare

Ich bin nun schon sieben Tage in Indonesien und schon fast zwei Wochen aus Deutschland weg.

Ich befinde mich gerade in meiner "Orientation-Week", so wird meine Eingewöhnungszeit ganz professionell genannt. Das heißt, ich fahre jeden Tag zu einer anderen Schule, Kindergarten oder Kirche der Diozöse (Kirchenkreis), um alles kennenzulernen. Heute (Freitag, 24.Oktober) war ich zum Beispiel am Hang des erloschenen Vulkans Merbabu auf ca. 2000 m.ü.N.N. bei der höchst gelegenen Kirche der Umgebung. (Das komische, in Deutschland fällt auf der Höhe schon Schnee :D) Die Fahrt dorthin war sehr abenteuerlich, aber wirklich sehr spannend, da man in eine Welt außerhalb der "Zivilisation" eintauchte. Das klingt zwar sehr drastisch, aber Strom ist dort eher selten vorhanden, vom Handynetz ganz zu schweigen, da der Sendemast auf der andern Seite des Berges steht und so perfekt abgeschirmt wird. Jedoch ist auch dort eine Grundschule, die nicht gerade dünn besucht wird. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass ich auch an dieser unterrichten soll, da der Weg mit dem Motorrad so um die 45 Minuten dauern würde.

Salatiga und Umgebung finde ich sehr schön und sogar das Klima finde ich echt angenehm. Als am Berg kurz die Sonne weg war, musste ich mir, man glaubt es kaum, kurz etwas langärmliges drüber ziehen. Bald beginnt die Regenzeit. Also kommt jetzt erst einmal die etwas kühlere Jahreszeit.

Fotos seht ihr entweder auf meiner Instagram-Seite "jannesindonesien" oder hier im Blog.
Gruß Jannes

 

Mein erster Tag in Salatiga

Autor: Jannes | Datum: 18 Oktober 2014, 11:46 | 0 Kommentare

Ich wurde von meinem Gastvater, einem Fahrer und einer anderen deutschen FSJlerin abgeholt. Wir fuhren dann etwa 2 h mit dem Auto ins Landesinnere nach Salatiga: meine Heimat für die nächsten 10 Monate. Die Straßen waren eigentlich nur drei-spurig. Es wurde aber mindestens zu 5 nebeneinander gefahren,  und trotzdem gab es Stau. So konnte ich einen guten Überblick über die Landschaft bekommen, welche stetig hügeliger wurde. Da Salatiga im Vorhochland liegt, ist es zum Glück nicht mehr so brütend heiß, wie an der Küste oder gar in Singapur. Trotzdem ist es immer noch sehr warm. Es erinnert mich irgendwie an Bukoba/Tansania, wo ich auch bereits ein Jahr gelebt habe. So habe ich mich diekt irgendwie wohl gefühlt. Meine Gastfamilie ist sehr nett. Meine Gastmutter Ibu (Anrede für Frau) Paini hat mich direkt sehr nett bergüßt. Sie kann ziehmlich gut Englisch, was für den Anfang - denke ich - ein großer Vorteil ist, bis ich auch mit Indonesisch klar komme. Zu der Familiie gehört noch ein Sohn und ein Hund. Hier wohne ich erstmal für zwei Monate zum Eingewöhnen, ehe ich dann gegen Weihnachten in eine eigene kleine Wohnung auf dem Schulcampus in der Nähe ziehe. Mein Zimmer habe ich schon fertig eingerichtet und schön dekoriert, so dass ich mich hier erst einmal für die nächsten zwei Monate wohlfühlen kann. Da ich mittags ankam, konnte ich noch ein wenig die umliegenden Straßen erkunden. Bei so Sachen wie Geldabheben und so weiter hat mir Lena netterweise geholfen, da ich mich hier natürlich noch nicht auskenne. Was nun auf mich zukommt: Ab nächster Woche habe ich erst einmal einen zweimonatigen Sprachkurs, also jeden Tag so zwei Stunden. In der ersten Zeit werde ich noch nicht arbeiten, sondern werde zu vielen Sachen mitgenommen. Ich schaue mal hier und mal da mal rein, bevor ich mich irgendwann dann definitiv entscheide, wo ich die restlichen Monate arbeiten will.

Liebe Grüße aus Salatiga
Jannes 

 

Singapur

Autor: Jannes | Datum: 18 Oktober 2014, 11:11 | 0 Kommentare

Nach sieben Wochen Verspätung geht es nun endlich los. Der Koffer war schon im August gepackt, also konnte es laut ihm losgehen. Ich tat es ihm gleich.

Abflug Sonntag 12:35 Frankfurt (Ortszeit)

12 Stunden Flug

Ankunft Montag 6:50 Singapur (Ortszeit)

Es waren sehr komische und mit viel Gefühlschaos gefüllte zwölf Stunden Flug. Man hatte sich erst gerade erst von Familie, Freundin und Freunden verabschiedet und war noch traurig, und konnte sich noch nicht wirklich auf das Neue und Unbekannte freuen, was vor einem liegt. Ich konnte noch nicht sofort im Flugzeug fassen, dass ich von zuhause weg war und die lieben Leute daheim für 10 Monate nicht sehen würde. Dies konnte ich erst so nach ein, zwei Tagen fassen, als ich in die neue Welt eingetaucht war, die auf mich traf. Das konnte ich zuerst schwer verarbeiten, doch mittlerweile pendelte sich das ein.Nach stundenlangen Filme-Schauen und unnötig viel Spielen am Bordcomputer kamen wir igendwann in Singapur an.Anfangs der Flughafen aus wie jeder anderer, doch man merkte sofort, dass man in eine andere Welt eintauchte. Wir bekamen alle problemlos die Koffer, nur unsere Abholperson ließ auf sich warten. Dank eines sehr netten Einheimischen konnten wir Nora jedoch anrufen, und sie kam dann doch noch nach ca. einer halben Stunde Wartezeit. Mit der U-Bahn sollten wir nun zu unserem Hostel kommen. Wir tauchten in ein perfekt strukturiertes Verkehrsnetz von U-Bahn und Bus ein, und alles auf dem neusten Stand. Mit Prepaid-Karten checkten wir sozusagen in die jeweilige Bahn ein und wieder aus, und der Fahrpreis wurde direkt abgebucht. Es war noch dazu überraschend günstig. Wir verfuhren in 5 Tagen quer durch Singapur für um die 8€.
Direkt am ersten Tag machten wir uns auf den Weg zur indonesischen Botschaft und wurden promt zurückgeschickt. "Visa sind nur von 9 bis 12 Uhr zu beantragen." Also hieß es, am nächsten Tag wiederzukommen. Am nächsten Tag klappte es dann, und unser Visum war beantragt. Nun mussten wir es nur noch 2 Tage später abholen.
In der Zwischenzeit besuchten wir die Attraktionen Singapurs, wie zum Beispiel das "Schiffhochhaus" in Marina Bay oder einen Dschungel mit Hängebrücke über den Baumwipfeln, ein wenig außerhalb der Stadt. Unter anderem schauten wir uns auch die verschiedenen Stadtviertel an, wie z.B. Little India oder Chinatown.
In dieser Stadt treffen so viele Kulturen aufeinander, dass es uns fast unmöglich erschien, ein spezielles Charakteristikum herauszufinden. Singapur ist einfach eine hochmoderne multikulturelle Stadt, in der jeder seinen Platz findet.

Abflug Singapur 9:25 (Ortszeit)

1 Stunde 45 Minuten Flug

Ankunft Jakarta 10:10 (Ortszeit)

Nun teilten wir sechs "Indonesien-Freiwillige" uns auf, und für mich ging es mit zwei anderen nach Jakarta. Der Abflug in Singapur stellte sich als keine große Heraausforderung dar. Ein perfekt organisierter Flughafen, so wie wir ihn aus Deutschland kennen. Nur was uns in Jakarta antraf, war sehr neu und auch leicht verunsichernd. Die "gewohnte Struktur" war nicht vorhanden, und alles wirkte ein weinig chaotisch. Die Anzeigetafeln verstanden wir nicht, bzw. unser Flug war nicht angeschlagen. Nachdem wir uns irgendwie durchgefragt hatten, fanden wir schließlich dann doch noch  unser Gate.
Schwierig wurde es auch beim Bezahlen des Übergepäcks. Mit ca. 1€ pro kg ist dies zwar nicht sehr teuer. Das Problem jedoch war, dass die Frau am Schalter nicht wirklich Englisch sprechen konnte und man sich mit Hand und Fuß verständigen musste. Dies war jedoch dann auch irgendwann überstanden. Nun hoffte ich nur noch, dass mein Koffer auch in den richtigen Flieger kommt.
Jakob (Mentawaii-Inseln) und ich durften in Terminal 2 bleiben, nur Johanna (West-Papua) musste sich alleine zu einem anderen Terminal durchschlagen.
Nun warte ich vor meinem Boardingschalter auf meinen Flug nach Semerang, wo ich dann von zwei Offiziellen meiner Gastgemeinde und einer anderen deutschen Freiwilligen, namens Lena abgeholt werde.

Abflug Jakarta 13:30 (Ortszeit)

1 Stunde 10 Minuten Flugzeit

Ankunft Semerang 14:40 (selbe Zeitzone)