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Normalität

Autor: Jannes | Datum: 02 Februar 2015, 11:06 | 0 Kommentare

Ich habe mich, als ich noch in Deutschland war und die Blogs meiner Vorgänger gelesen habe, immer wieder gefragt,  warum es meistens vorkommt, dass ab dem Jahreswechsel immer weniger Blogeinträge auftauchen - und nun weiß ich, das ist normal.Ich glaube es liegt daran, dass aus unseren Augen nichts mehr Neues und Spannendes passiert. Es ist Alltag. Ich habe mich eingelebt; ich bin wirklich angekommen, und es herrscht eine gewisse Regelmäßigkeit bei den Aktivitäten.

Ich will trotzdem einmal berichten, was ich im Moment so mache:
Montags und Dienstags arbeite ich in einem Kindergarten, der in einem Außenbezirk, names Tugu liegt. Ich mache dort alles, was anfällt und helfe, wo ich nur kann. Ich spiele mit den Kindern; ich helfe ihnen bei den Aufgaben, die sie in kleinen Unterrichtseinheiten lösen müssen. Am liebsten aber werden sie von mit angeschaukelt, am besten so hoch und weit wie es nur geht. Dabei muss ich die Kinder schon fast manchmal bremsen, wenn sie du zweit oder zu dritt auf einer Schaukel sitzen.
Mittwochs bis freitags arbeite ich an einer Mittelschule (Klasse 7 bis 9) und unterrichte Englisch, Sport und Informatik. Natürlich nicht ganz alleine, aber ich darf einzelne Unterrichtsteile auch selber überrnehmen und gestalten. Im Moment spiele ich im Sportunterricht mit den Schülern Handball. Das ist in Indonsien relativ unbekannt und wird so gut wie gar nicht  gespielt wird.
Nachmittags habe ich vier mal in der Woche Indonesisch-Unterricht, weil ich damit noch meine Schwierigkeiten habe; aber langsam wird das immer besser. 
Freitagmittags gebe ich im Kirchenbüro Englischunterricht für die Angestellten. Das müsst ihr euch aber als lockere Runde vorstellen, nicht so wie in der Schule.

An den Wochenenden habe ich normalerweise frei. Doch im Moment baue ich mit einer Mit-FSJlerin eine Bücherei in einem auswärtigen Dorf auf. Dort gibt es sehr viele Bücher unsortiert in Kisten, zum Teil noch original verpackt. Dadurch haben die Schüler der anliegenden Schulen keine Möglichkeit, diese gezielt zu nutzen. Da sich bisher noch keiner drum gekümmert hat, fahren wir nun immer samstags dort hin, um dort eine weitere Lernmöglichkeit zu schaffen. Dies wird noch einige Samstagvormittage brauchen. Aber ich bin ja noch ein Weilchen hier.

Sonntags ist natürlich Gottesdienst Pflicht. Meistens fahre ich mit meiner Gastfamilie in ein Dorf, etwas außerhalb, da sie der Gemeinde dort angehören.Manchmal gehe ich jedoch auch in meine "eigentliche" Gemeinde nach Salatiga in die Hauptkirche.Abends spiele ich dann mit Bewohnern eines Wohnheimes Futsal (Hallenfußball). In diesem Wohnheim bin ich öfter, da dort auch die andere FSJlerin wohnt. Meistens Training, machmal auch Spiele gegen andere Teams.

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in mein aktuelles und alltägliches Leben geben.
Im März findet dann ein Zwischenseminar für alle Indonesien-FSJler in Malang statt. Darauf freue ich mich. Anschließend fahren wir zusammen nach Bali und Gilli in den wohl verdienten Urlaub.

Liebe GrüßeJannes :))